Artikel 19.1. Das Gesetz als Bund der WerkeGott gab Adam ein Gesetz als einen Bund der Werke, wodurch er ihn und alle seine Nachkommen an einen persönlichen, umfassenden, genauen und immerwährenden Gehorsam band, für dessen Erfüllung er Leben verhieß, für die Übertretung den Tod androhte und ihn mit Kraft und Fähigkeit, es zu halten, ausstattete.a aVgl. 1Mose 1,26-27 mit 1Mose 2,17: 1Mose 1,26-27: "(26) Und Gott sagte: Laßt uns Menschen machen in unserem Bild, uns gleich. Sie sollen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen, herrschen. (27) Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn. Er schuf sie als Mann und Frau." 1Mose 2,17: "... aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen, von diesem darfst du nicht essen. Denn an dem Tag, an dem du davon ißt, mußt du sterben!" Röm 2,14-15: "(14) Denn wenn Nationen, die von Natur aus kein Gesetz haben, dem Gesetz entsprechend handeln, so sind diese, die kein Gesetz haben, sich selbst ein Gesetz. (15) Sie beweisen, daß das Werk des Gesetzes in ihren Herzen geschrieben ist, indem ihr Gewissen mit Zeugnis ablegt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen." [Vgl. aber R 1,125-140; E 1,323-335] Röm 10,5: "Denn Mose beschreibt die Gerechtigkeit aufgrund des Gesetzes: 'Der Mensch, der dies getan hat, wird durch sie leben'." Röm 5,12+19: "(12) Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und der Tod so zu allen Menschen gelangt ist, weil alle gesündigt haben ... (19) Denn wie durch des einen Menschen Ungehorsam die vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten werden." Gal 3,10+12: "(10) Denn alle, die aus Werken des Gesetzes sind [oder: die, die vom Gehorchen des Gesetzes abhängen], sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben: 'Verflucht ist jeder, der nicht in allem bleibt, was im Buch des Gesetzes geschrieben steht, so daß er es tut'! (12) Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern: 'Wer diese Dinge getan hat, wird durch sie leben'." Pred 7,29: "Schau, allein das hab ich gefunden: Gott hat den Menschen aufrichtig gemacht. Sie aber suchen viele Künste." Hiob 28,28: "Und zu dem Menschen sagte er: Siehe, die Furcht des Herrn ist Weisheit, und vom Bösen abzuweichen, ist Einsicht." Artikel 19.2. Die Zehn GeboteDieses Gesetz blieb auch nach Adams Fall ein vollkommener Maßstab der Gerechtigkeit und wurde als solcher von Gott auf dem Berg Sinai in Zehn Geboten übergeben und auf zwei Tafeln niedergeschriebenb, wobei die ersten vier Gebote unsere Pflichten gegen Gott und die anderen sechs Gebote unsere Pflichten gegen die Menschen beinhaltenc. b[Vgl. zu den Zehn Geboten und zu ihrer Gültigkeit im Neuen Testament E 1,351-383+676-712; 2,1-114; R 2,19-50+242-259] Jak 1,25: "Jeder aber, der in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingesehen hat und dabei geblieben ist, weil er kein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Wortes ist, wird in seinem Handeln selig sein." Jak 2,8+10-12: "(8) Wenn ihr wirklich das königliche Gesetz 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst' nach der Schrift erfüllt, so tut ihr recht. (10) Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist an allen Geboten schuldig geworden. (11) Denn der gesagt hat: 'Du sollst nicht ehebrechen', hat auch gesagt: 'Du sollst nicht töten'. Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Gesetzesübertreter geworden. (12) Redet so und handelt so wie solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen." Röm 13,8-9: "(8) Seid niemand irgend etwas schuldig, außer einander zu lieben, denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. (9) Denn das 'Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren', und wenn es irgendein anderes Gebot gibt, wird es in diesem Wort zusammengefaßt: 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst'." 5Mose 5,32: "Achtet nun darauf, daß ihr so handelt, wie es euch der Herr, euer Gott, geboten hat! Weicht davon weder zur Rechten noch zur Linken!" 5Mose 10,4: "Und er schrieb es auf die Tafeln genaus so, wie die erste Schrift, also die zehn Worte, die der Herr am Tag der Versammlung auf dem Berg mitten aus dem Feuer zu euch gesprochen hatte. Und der Herr gab sie mir." 2Mose 34,1: "Anschließend sagte der Herr zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten zurecht! Dann werde ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln standen, die du zerschlagen hast." cMt 22,37-40: "(37) Jesus aber antwortete ihm: 'Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt'. (38) Dies ist das höchste und größte Gebot. (39) Das zweite aber ist ihm gleich: 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst'. (40) An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten." Artikel 19.3. Moralgesetz und ZeremonialgesetzAbgesehen von diesem Gesetz, das man gewöhnlich Moralgesetz nennt, hat es Gott gefallen, dem Volke Israel als einer minderjährigen Kirche Zeremonialgesetze zu geben, die verschiedene vorbildliche Anordnungen enthielten, die teilweise gottesdienstlicher Art waren und Christus und seine Gnadengaben, Handlungen, Leiden und Wohltaten vorbildeten*,d und teilweise verschiedene Unterweisungen über moralische Pflichten verdeutlichtene. Alle diese Zeremonialgesetze sind jetzt unter dem Neuen Testament aufgehobenf. *Oder: vorbildhaft darstellten, im voraus abbildeten dHebr 9 [bitte nachlesen] Hebr 10,1: "Denn weil das Gesetz nur ein Schattenbild der zukünftigen Dinge, nicht das Ebenbild der Dinge selbst enthält, so kann es niemals mit denselben Schlachtopfern, die man alljährlich darbringt, die Herantretenden für immer vollkommen machen." Gal 4,1-3: "(1) Ich sage aber: solange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in nichts von einem Sklaven, obwohl er Herr über alles ist, (2) sondern er untersteht Vormündern und Verwaltern bis zu dem vom Vater festgesetzten Termin. (3) So waren auch wir als Unmündige unter die Elemente der Welt versklavt." Kol 2,16-17: "(16) So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, (17) die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper aber ist der des Christus." [Vgl. die Auflistung der neutestamentlichen Erfüllung des Zeremonialgesetzes in E 1,823-836 und zum Zeremonialgesetz überhaupt E 1,801-846] e1Kor 5,7: "Fegt den alten Sauerteig hinaus, damit ihr ein frischer Teig seid, so, wie ihr ja bereits ungesäuert seid. Denn auch unser Passah, Christus, wurde geschlachtet." 2Kor 6,17: "Darum geht aus ihrer Mitte fort und sondert euch ab, spricht der Herr, und berührt nichts Unreines, so werde ich euch annehmen." Jud 22-23: "(22) Erbarmt euch der einen, die zweifeln. (23) Rettet sie, indem ihr sie aus dem Feuer reißt. Erbarmt euch aber der anderen mit Furcht, indem ihr sogar das vom Fleisch befleckte Kleid haßt." fKol 2,14+16-17: "(14) Er hat den Schuldschein gegen uns - in Bestimmungen, die gegen uns standen - zerrissen, und ihn dazu aus der Mitte geschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte. (16) So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, (17) die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper aber ist der des Christus." Dan 9,27: "Und er wird einen Bund für die Vielen stark machen eine Woche lang. Und in der Mitte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen." Eph 2,15-16: "(15) In seinem Fleisch hat er [= Jesus] die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Bestimmungen, beseitigt, um als Friedensstifter die zwei [= Juden und Heiden] in sich selbst zu einem neuen Menschen zu machen (16) und die beiden in einem Körper durch das Kreuz mit Gott zu versöhnen, durch das er die Feindschaft getötet hat." Artikel 19.4. JudizialgesetzeGott gab Israel als einer politischen Körperschaft auch verschiedene Judizialgesetze*, die zusammen mit dem Staat dieses Volkes ausliefen und jetzt niemanden weitergehend verpflichten, als es die allgemeine Entsprechung** erfordert.g *Oder: Gesetze rechtlicher Art **Engl. 'general equity'. [Darunter verstanden die Verfasser des Bekenntnisses eine Übertragung alttestamentlicher rechtlicher und politischer Prinzipien ohne Übernahme der ausschließlich im Rahmen der politischen Ordnung Israels möglichen Bestandteile. Daß sie damit nicht sagen wollten, daß das Judizialgesetz grundsätzlich für heute interessant sei, zeigt zum einen die völlig andere Formulierung zum Zeremonialgesetz im letzten Satz von Artikel vorher (19.3., "aufgehoben"), zum anderen die intensive Verwendung alttestamentlicher Belegtexte als Begründung für die Aussagen des Bekenntnisses zu Fragen des Staates und des Rechtes.] g2Mose 21 [bitte nachlesen] 2Mose 22,1-19 [bitte nachlesen] Vgl. 1Mose 49,10 mit 1Petr 2,13-14: 1Mose 49,10: "Das Zepter wird nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab zwischen seinen Füßen wegrutschen, bis der Tributnehmer kommt, dem der Gehorsam der Völker gehört." 1Petr 2,13-14: "(13) Ordnet euch jeder menschlichen Institution um des Herrn willen unter, gleich ob dem König als obersten Herrn (14) oder den Statthaltern als denen, die von ihm zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lob derer, die Gutes tun, gesandt werden." Vgl. Mt 5,17 mit Mt 5,38-39: Mt 5,17: "Meint nicht, ich wäre gekommen, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen: Ich bin nicht gekommen, um [sie] aufzulösen, sondern [sie] zu erfüllen." Mt 5,38-39: "(38) Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: 'Auge um Auge und Zahn um Zahn'. (39) Ich aber sage euch: Widersteht dem Bösen nicht, sondern wenn jemand dich auf deine rechte Backe schlägt, halte ihm auch die andere [Backe] hin." [Vgl. aber E 2,107-111 und zur Bergpedigt E 2,82-114] 1Kor 9,8-10: "(8) Rede ich das etwa nach Menschenart, oder sagt das nicht auch das Gesetz? (9) Denn im Gesetz des Mose steht geschrieben: 'Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.' Ist Gott nun etwa um die Ochsen besorgt? (10) Oder spricht er das um unseretwillen? Ja, es für uns geschrieben worden, damit der Pflüger auf die Hoffnung hin pflügt und der Dreschende auf die Hoffnung hin [drischt], daß sie [am Gewinn] teilhaben." [Ein Beispiel für die Anwendung alttestamentlicher Gesetze im Neuen Testament] Artikel 19.5. Das Moralgesetz bleibt bindendDas Moralgesetz bindet für immer alle, sowohl die Gerechtfertigten als auch alle anderen, ihm Gehorsam zu leistenh, und dies nicht allein mit Rücksicht auf die Themen, die darin enthalten sind, sondern auch mit Rücksicht auf die Autorität Gottes, des Schöpfers, der es gegeben hati. Christus löste diese Verpflichtung im Evangelium auf keine Art und Weise auf, sondern verstärkt sie vielmehr sehrk. hRöm 13,8-10: "(8) Seid niemand irgend etwas schuldig, außer einander zu lieben, denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. (9) Denn das 'Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren', und wenn es irgendein anderes Gebot gibt, wird es in diesem Wort zusammengefaßt: 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst'. (10) Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes." [Vgl. R 2,242ff; E 1,191ff] Eph 6,2: "'Ehre deinen Vater und deine Mutter', das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat." 1Joh 2,3-4+7-8: "(3) Und hieran erkennen wir, daß wir ihn [= Gott] erkannt haben, daß wir seine Gebote halten. (4) Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in ihm. (7) Geliebte, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an gehabt habt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt. (8) Erneut schreibe ich euch ein neues Gebot, das wahr ist in ihm und in euch, weil die Finsternis vergeht und das wahre Licht schon jetzt strahlt." iJak 2,10-11: "(10) Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist an allen Geboten schuldig geworden. (11) Denn der gesagt hat: 'Du sollst nicht ehebrechen', hat auch gesagt: 'Du sollst nicht töten'. Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Gesetzesübertreter geworden." kMt 5,17-19: "(17) Meint nicht, ich wäre gekommen, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen: Ich bin nicht gekommen, um [sie] aufzulösen, sondern [sie] zu erfüllen. (18) Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. (19) Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und die Menschen so belehrt, wird der Geringste im Reich der Himmel genannt werden. Wer sie aber tut und lehrt, wird im Reich der Himmel groß genannt werden." Jak 2,8: "Wenn ihr wirklich das königliche Gesetz 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst' nach der Schrift erfüllt, so tut ihr recht." Röm 3,31: "Heben wir demnach das Gesetz durch den Glauben auf? Das sei ferne! Sondern wir richten das Gesetz auf." Artikel 19.6. Das Moralgesetz ist von großem NutzenObwohl wahre Gläubige nicht unter dem [Moral-]Gesetz als einem Bund der Werke leben, so daß sie dadurch gerechtfertigt oder verdammt werdenl, ist das Gesetz doch für sie wie auch für andere von großem Nutzen, weil es sie als Regel des Lebens über den Willen Gottes und ihre Pflicht unterrichtet, sie dadurch anleitet und verpflichtet, dementsprechend zu wandelnm, die sündigen Verunreinigungen ihrer Natur, ihres Herzens und ihres Lebens aufdecktn, so daß sie, wenn sie sich selbst daran überprüfen, zu weiterer Überführung von der Sünde, zur Demütigung ihretwegen und zum Haß gegen sie gelangeno, zugleich auch zu klarerer Einsicht darüber kommen, wie nötig sie Christus haben und wie vollkommen sein Gehorsam istp. Das Moralgesetz ist gleichermaßen von Nutzen für die Wiedergeborenen, um ihre Verdorbenheiten zu zügeln, da es Sünde verbietetq und seine Drohungen dazu dienen, zu zeigen, was ihre Sünden eigentlich verdienen und was für Trübsale sie in diesem Leben dafür zu erwarten haben, obwohl sie von dem Fluch befreit sind, der im Gesetz dafür angedroht wirdr. Die Verheißungen des Gesetzes zeigen ihnen in gleicher Weise, daß Gott Wohlgefallen am Gehorsam hat und was für Segnungen sie erwarten dürfen, wenn sie dasselbe vollbringens, obwohl ihnen diese Segnungen nicht durch das Gesetz als einem Bund der Werke geschuldet werdent. So ist auch die Tatsache, daß ein Mensch Gutes tut und sich des Bösen enthält, weil das Gesetz ihn zu dem einen ermutigt und ihn von dem anderen abschreckt, kein Beweis dafür, daß er unter dem Gesetz und nicht unter der Gnade istv. lRöm 6,14: "Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade." Gal 2,16: "Aber wir wissen, daß der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Christus Jesus. Auch wir sind an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aufgrund des Glaubens an Christus und nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt werden, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird." Gal 3,13: "Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch wurde. Denn es steht geschrieben: 'Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!'" Gal 4,4-5: "(4) Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter das Gesetz, (5) damit er die unter dem Gesetz loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen." Apg 13,39: "Und durch diesen wird jeder Glaubende von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, gerechtfertigt." Röm 8,1: "Also gibt es jetzt keine Verurteilung mehr für die, die in Christus Jesus sind." mRöm 7,12+22+25: "(12) Also ist das Gesetz heilig und das Gebot heilig, gerecht und gut. (22) Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes. (25) Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Also diene ich nun selbst mit der Vernunft Gottes Gesetz, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde." [Röm 7,14-25 wird hierbei auf den Christen bezogen; vgl. E 1,661-675; R 1,295-305.] Ps 119,4-6: "(4) Du hast deine Vorschriften geboten, damit man sie eifrig beobachtet. (5) Oh, wenn doch meine Wege nur beständig wären, um deine Ordnungen zu halten! (6) Dann werde ich nicht beschämt werden, wenn ich alle deine Gebote beachte." 1Kor 7,19: "Die Beschneidung ist nichts, und das Unbeschnittensein ist nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes." Gal 5,14+16+18-23: "(14) Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, nämlich in dem [Wort]: 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst'. (16) Ich sage aber: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht ausführen. (18) Wenn ihr dagegen durch den Geist geführt werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. (19) Offenbar aber sind jedoch die Werke des Fleisches. Es sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, (20) Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Hader, Eifersucht, Zornesausbrüche, Selbstsucht, Zwistigkeiten, Parteiungen, (21) Neid, Mord, Trinkgelage, Völlerei und Ähnliches, im Blick auf die ich euch schon vorher gesagt habe, daß die, die solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. (22) Aber die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. (23) Gegen diese Dinge ist das Gesetz nicht [gerichtet]." nRöm 7,7: "Was sollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde hätte ich nicht erkannt als nur durch das Gesetz. Denn auch von der Begierde hätte ich nichts gewußt, wenn nicht das Gesetz gesagt hätte: 'Du sollst nicht begehren!'." Röm 3,20: "Denn aufgrund von Werken des Gesetzes wird kein Fleisch vor ihm gerechtgesprochen werden, denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde." oJak 1,23-25: "(23) Denn wenn einer ein Hörer des Wortes und kein Täter ist, gleicht er einem Mann, der sein natürliches Gesicht im Spiegel anschaut. (24) Denn er hat sich selbst gesehen und ist fortgegangen, und hat sofort vergessen, wie er beschaffen war. (25) Jeder aber, der in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingesehen hat und dabei geblieben ist, weil er kein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Wortes ist, wird in seinem Handeln selig sein." Röm 7,9+14+24: "(9) Ich aber lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf. (14) Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. (24) Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Körper des Todes?" [Röm 7,14-25 wird hierbei auf den Christen bezogen; vgl. E 1,661-675; R 1,295-305.] pGal 3,24: "... so daß das Gesetz unser Zuchtmeister [oder: Erzieher] auf Christus hin geworden ist, damit wir aufgrund des Glaubens gerechtfertigt würden." Röm 7,24-25: "(24) Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Körper des Todes? - (25) Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Also diene ich nun selbst mit der Vernunft Gottes Gesetz, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde." [Röm 7,14-25 wird hierbei auf den Christen bezogen; vgl. E 1,661-675; R 1,295-305.] Röm 8,3-4: "(3) Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch kraftlos war, das tat Gott, indem er seinen eigenen Sohn in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und für die Sünde sandte und die Sünde im Fleisch verurteilte, (4) damit die Rechtsforderung des Gesetzes erfüllt wird in uns, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln." [Vgl. dazu R 2,19-25; E 1,676-684] qJak 2,11: "Denn der gesagt hat: 'Du sollst nicht ehebrechen', hat auch gesagt: 'Du sollst nicht töten'. Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Gesetzesübertreter geworden." Ps 119,101+104+128: "(101) Von jedem bösen Weg habe ich meine Füße zurückgehalten, damit ich dein Wort bewahre. (104) Aus deinen Vorschriften empfange ich Einsicht. Darum hasse ich jeden Weg der Lüge. (128) Darum wandle ich aufrichtig nach allen deinen Vorschriften. Jeden Lügenpfad hasse ich." rEsra 9,13-14: "(13) Und nach allem, was wegen unserer bösen Taten und wegen unserer großen Schuld über uns gekommen ist - obwohl du, unser Gott, mehr geschont hast, als unsere Sünden es verdienten, und du uns eine solche Rettung gewährt hast -, (14) sollten wir da wieder deine Gebote aufheben und uns mit den Völkern dieser Greuel verschwägern? Mußt du [da] nicht gegen uns zürnen bis es ganz aus ist, so daß kein Überrest und keine Rettung mehr [bleiben]?" (REÜ) Ps 89,30-34: "(30) Und ich will seine Nachkommen für immer einsetzen und seinen Thron wie die Tage der Himmel [einsetzen]. (31) Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen und nicht wandeln in meinen Rechtsbestimmungen, (32) wenn sie meine Ordnungen entweihen und meine Gebote nicht halten, (33) so werde ich ihr Vergehen mit der Rute und ihre Ungerechtigkeit mit Schlägen heimsuchen. (34) Aber meine Gnade werde ich nicht von ihm weichen lassen und ich werde meine Treue nicht verleugnen." sVgl. 3Mose 26,1-14 [bitte nachlesen] mit 2Kor 6,16: "Und welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Tempel Gottes und Götzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes, wie es Gott gesagt hat: 'Ich will unter ihnen wohnen und leben, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein'." Eph 6,2-3: "(2) 'Ehre deinen Vater und deine Mutter', das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: (3) 'damit es dir wohlergeht und du lange auf der Erde lebst'." Vgl. Ps 37,11 mit Mt 5,5: Ps 37,11: "Aber die Sanftmütigen werden das Land besitzen und werden ihre Lust an der Fülle des Heils haben." Mt 5,5: "Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben." Ps 19,11: "Sie [= die Gebote] sind köstlicher als Gold, ja als viel gediegenes Gold; sie sind süßer als Honig und als Honigseim." tGal 2,16: "Aber wir wissen, daß der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Christus Jesus. Auch wir sind an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aufgrund des Glaubens an Christus und nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt werden, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird." Lk 17,10: "So sagt ihr ja selbst, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde: Wir sind unnütze Knechte, wir haben [nur] getan, was wir zu tun verpflichtet waren." vRöm 6,12+14: "(12) So herrsche nun nicht die Sünde in eurem sterblichen Körper, so daß er seinen Begierden gehorcht. (14) Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade." Vgl. 1Petr 3,8-12 mit Ps 34,12+16: 1Petr 3,8-12: "(8) Endlich aber seid allesamt gleichgesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, demütig. (9) Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen ererbt. (10) Denn 'wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der hüte seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht betrügen. (11) Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach. (12) Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Gebet; das Angesicht des Herrn aber steht wider die, die Böses tun'." (Luther) Ps 34,12+16: "(12) Kommt, ihr Söhne, hört mir zu: Ich will euch die Furcht des Herrn lehren. (16) Die Augen des Herrn schauen auf die Gerechten und seine Ohren hören auf ihr Schreien." Hebr 12,28-29: "(28) Laßt uns darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein, womit wir Gott wohlgefällig in Scheu und Furcht dienen. (29) Denn unser Gott 'ist ein verzehrendes Feuer'." Artikel 19.7. Das Halten des Moralgesetzes widerspricht nicht der GnadeDie genannten Anwendungen des Gesetzes stehen auch nicht der Gnade des Evangeliums entgegen, sondern stimmen harmonisch damit übereinw, weil der Geist Christi den Willen des Menschen unterwirft und befähigt, das freiwillig und freudig zu tun, was der im Gesetz offenbarte Wille Gottes zu tun fordertx. wGal 3,21: "Steht denn das Gesetz dann gegen die Verheißungen Gottes? Das ist völlig ausgeschlossen. Denn wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig machen könnte, dann käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz." xHes 36,27: "Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben. Und ich werde machen, daß ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut." Vgl. Hebr 8,10 mit Jer 31,33: Hebr 8,10: "Denn das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Meine Gesetze gebe ich in ihren Sinn und ich werde sie in ihre Herzen schreiben. Und ich werde für sie Gott sein und sie werden mir Volk sein." Jer 31,33: "Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein." |
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