Confessio Reformata

Reformierte Bekenntnisse auf einen Blick.

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Artikel 20 - Von der christlichen Freiheit und der Freiheit des Gewissens

Artikel 20.1. Die Freiheit der Christen

Die Freiheit, die Christus für die Gläubigen unter dem Evangelium erworben hat, besteht in ihrer Freiheit von der Schuld der Sünde, von dem verdammenden Zorn Gottes, von dem Fluch des Moralgesetzesa und in ihrem Befreitsein von dieser gegenwärtigen bösen Welt, von der Knechtschaft Satans und der Herrschaft der Sündeb, von dem Übel der Trübsale, von dem Stachel des Todes, von dem Sieg des Grabes und von der ewigen Verdammnisc, wie auch in ihrem freien Zugang zu Gottd und ihrem Leisten des Gehorsams gegen ihn, nicht aus knechtischer Furcht, sondern aus kindlicher Liebe und willigem Geiste. Das alles hatten auch die Gläubigen unter dem Gesetzf, aber unter dem Neuen Testament ist die Freiheit der Christen weiter ausgedehnt worden, indem sie auch von dem Joch des Zeremonialgesetzes befreit sind, dem die jüdische Kirche unterworfen warg, und indem sie mit größerer Zuversicht Zugang zum Gnadenthron habenh und eine größere Mitteilung des freien Geistes Gottes empfangen, als sie den Gläubigen unter dem Gesetz normalerweise zuteil wurdei.



aTit 2,14: "Der [= Jesus] hat sich selbst für uns dahingegeben, damit er uns von aller Gesetzlosigkeit freikaufte und damit er sich selbst ein Volk seines Eigentums reinigte, das eifrig gute Werke tut."

1Thess 1,10: "... und seinen Sohn aus dem Himmel zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat: Jesus, der uns von dem kommenden Zorn errettet."

Gal 3,13: "Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch wurde. Denn es steht geschrieben: 'Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!'"

bGal 1,4: "... der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausreiße aus der gegenwärtigen bösen Welt nach dem Willen unseres Gottes und Vaters."

Kol 1,13: "... und hat uns aus der Macht der Finsternis errettet und in das Reich des Sohnes seiner Liebe versetzt."

Apg 26,18: "... ihre Augen aufzutun, so daß sie sich von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott bekehren, damit sie die Vergebung der Sünden und ein Erbteil unter denen empfangen, die durch den Glauben an mich geheiligt worden sind."

Röm 6,14: "Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade."

cRöm 8,28: "Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind."

Ps 119,71: "Es war gut für mich, daß ich gedemütigt wurde, um deine Ordnungen zu erlernen."

1Kor 15,54-57: "(54) Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: 'Verschlungen ist der Tod in Sieg. (55) Wo ist, o Tod, dein Sieg? Wo ist, o Tod, dein Stachel?' (56) Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz. (57) Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!" (REÜ)

Röm 8,1: "Also gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, die in Christus Jesus sind."

dRöm 5,1-2: "(1) Da wir nun gerechtgesprochen worden sind aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, (2) durch den wir auch durch den Glauben den Zugang zu dieser Gnade erhalten haben, in der wir stehen, und rühmen uns wegen der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes."

eRöm 8,14-15: "(14) Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. (15) Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern ihr habt einen Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!"

1Joh 4,18: "Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht leidet Pein. Wer sich aber fürchtet, ist nicht in der Liebe vollendet."

fGal 3,9+14: "(9) Daher werden die, die aus Glauben sind, zusammen mit dem gläubigen Abraham gesegnet. (14) ... damit der Segen Abrahams in Christus Jesus den Nationen zuteil wird, damit wir die Verheißung des Geistes durch den Glauben empfangen."

gGal 4,1-3+6+7: "(1) Ich sage aber: solange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in nichts von einem Sklaven, obwohl er Herr über alles ist, (2) sondern er untersteht Vormündern und Verwaltern bis zu dem vom Vater festgesetzten Termin. (3) So waren auch wir als Unmündige unter die Elemente der Welt versklavt. (6) Da ihr aber Söhne seid, hat Gott den Geist seines lieben Sohnes in unsere Herzen gesandt, der ruft: Abba, Vater. (7) Also bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn. Wenn [du] aber Sohn [bist], so [bist du] auch Erbe durch Gott."

Gal 5,1: "Für die Freiheit hat Christus uns befreit. Bleibt also stehen und laßt euch nicht wieder mit dem Joch der Sklaverei belasten!"

Apg 15,10-11: "(10) Also nun denn, was versucht ihr Gott, indem ihr auf den Hals der Jünger ein Joch legt, das weder unsere Väter noch wir tragen konnten? (11) Wir glauben vielmehr, daß wir durch die Gnade des Herrn Jesus in derselben Weise errettet werden wie diese auch."

hHebr 4,14+16: "(14) Da wir also einen großen Hohenpriester haben, der durch den Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns das Bekenntnis festhalten! (16) Laßt uns nun in Freimütigkeit zum Thron der Gnade treten, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade zur rechtzeitigen Hilfe finden."

Hebr 10,19-22: "(19) Da wir nun, Geschwister, durch das Blut Jesu Freimütigkeit zum Eintritt in das Heiligtum haben, (20) den er uns als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang - das heißt durch sein Fleisch -, geweiht hat (21) und da wir einen großen Priester über das Haus Gottes haben, (22) so laßt uns herzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Glaubensgewißheit, die Herzen durch Besprengung vom bösen Gewissen gereinigt und den Körper mit reinem Wasser gewaschen"

iJoh 7,38-39: "(38) Wer an mich glaubt, wie die Schrift es gesagt, aus dessen Körper werden Ströme von lebendigem Wassers fließen. (39) Das sagte er aber über den Geist, den diejenigen empfangen sollten, die an ihn glaubten. Denn der Geist war noch nicht da, weil Jesus ja noch nicht verherrlicht worden war."

2Kor 3,13+17-18: "(13) ... und handeln nicht wie Mose, der eine Decke über sein Angesicht legte, damit die Kinder Israels nicht auf das Ende des vergänglichen [Glanzes] blicken sollten. (17) Der Herr aber ist der Geist. Wo jedoch der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. (18) Wir schauen nun alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden dabei in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit verwandelt, wie es vom Herrn, dem Geist, her kommt."

 

Artikel 20.2. Gott ist der alleinige Herr des Gewissens

Gott allein ist Herr des Gewissensk und hat es von den menschlichen Lehren und Geboten frei gemacht, die in Sachen des Glaubens und Gottesdienstes in irgend etwas seinem Wort entgegenstehen oder darüber hinausgehenl. Unter Berufung auf das Gewissen solche Lehren zu glauben und solchen Geboten zu gehorchen, ist ein Verrat an der wahren Freiheit des Gewissensm, und die Forderung eines unbedingten Glaubens und eines absoluten und blinden Gehorsams bedeutet soviel, wie die Zerstörung der Freiheit des Gewissens und zugleich auch der Freiheit der Vernunftn.



kJak 4,12: "[Nur] einer ist der Gesetzgeber und Richter, der erretten und verdammen kann [nämlich Gott]. Wer bist du aber, daß du den Nächsten richtest?"

Röm 14,4: "Wer bist du, der du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt dem eigenen Herrn. Er wird aber stehen bleiben, denn der Herr kann ihn aufrecht halten."

[Vgl. zum Gewissen E 1,335-346; R 1,134-145]

lApg 4,19: "Petrus und Johannes antworteten aber und sagten zu ihnen: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, auf euch mehr zu hören als auf Gott!"

Apg 5,29: "Petrus und die Apostel aber antworteten und sagten: Man muß Gott mehr gehorchen als Menschen."

1Kor 7,23: "Ihr seid für einen Preis erkauft. Werdet nicht Sklaven von Menschen!"

Mt 23,8-10: "(8) Ihr aber, laßt ihr euch nicht 'Lehrer' nennen, denn nur einer ist euer Lehrer, ihr seid dagegen alle Geschwister. (9) Ihr sollt auch niemanden auf Erden euren Vater nennen, weil nur einer euer 'Vater' ist, der im Himmel. (10) Laßt euch auch nicht 'Meister' nennen, weil nur einer euer Meister ist, nämlich Christus."

2Kor 1,24: [Paulus:] "Nicht etwa, daß wir über euren Glauben herrschen wollen, sondern wir sind Mitarbeiter an eurer Freude. Denn ihr steht ja bereits durch den Glauben."

Mt 15,9: "Sie verehren mich aber vergeblich, weil sie als Lehren Menschengebote lehren." [Vgl. E 1,524-541]

mKol 2,20+22-23: "(20) Wenn ihr zusammen mit Christus den Elementen dieser Welt gestorben seid, wieso unterwerft ihr euch dann Satzungen, so als lebtet ihr noch in der Welt? (22) Es sind Dinge, die alle zur Zerstörung durch Gebrauch bestimmt sind - gemäß den Geboten und Lehren von Menschen, (23) die zwar einen Schein von Weisheit in ihrem eigenwilligen Gottesdienst und in Demut und im Nichtverschonen des Körpers haben, nicht in einer gewissen Wertschätzung, sondern zur Befriedigung des Fleisches."

Gal 1,10: "Denn versuche ich jetzt Menschen geneigt zu machen oder Gott? Oder versuche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefallen wollte, so wäre ich nicht [mehr] Christi Knecht."

Gal 2,4-5: "(4) Aber wegen der eingeschlichenen falschen Geschwister, die heimlich eingedrungen waren, um unsere Freiheit, die wir in Christus Jesus haben, auszuspionieren, um uns in Sklaverei zu bringen ... (5) Diesen haben wir auch nicht eine Stunde lang durch Unterordnung nachgegeben, damit die Wahrheit des Evangeliums bei euch verbleibt."

Gal 5,1: "Für die Freiheit hat Christus uns befreit. Bleibt also stehen und laßt euch nicht wieder mit dem Joch der Sklaverei belasten!"

nRöm 10,17: "Also ist der Glaube aus dem Gehörten, das Gehörte aber durch das Wort Christi."

Röm 14,23: "Wer aber zweifelt, wenn er ißt, der ist verurteilt, weil er nicht aus Glauben handelt. Aber alles, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde."

Jes 8,20: "Hin zum Gesetz und hin zum Zeugnis [oder: zur Offenbarung]! Wenn sie nicht nach diesem Wort sprechen, wird es keine Morgenröte für sie geben."

Apg 17,11: "Diese [= die Beröer] waren dagegen edler als die in Thessaloniki. Sie nahmen das Wort in aller Bereitwilligkeit auf und untersuchten täglich die Schriften, ob es sich so [wie Paulus es sagte] verhielte."

Joh 4,22: [Jesus:] "Ihr [= die Samaritaner] betet an, was ihr nicht kennt. Wir beten an, was wir [= die Juden] kennen, denn das Heil kommt von den Juden."

Hos 5,11: "Ephraim ist unterdrückt, zerbrochen ist das Recht, denn eilfertig lief es den Nichtsen [= den Götzen] nach."

Offb 13,12+16-17: "(12) Und es übt alle Macht des ersten Tieres aus vor seinen Augen, und es macht, daß die Erde und die darauf wohnen das erste Tier anbeten, dessen tödliche Wunde heil geworden war. (16) Und es macht, daß sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, (17) und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens." (Luther) [Das Malzeichen an Hand und Stirn dürfte bedeuten, daß der Antichrist den Menschen sein eigenes Zeichen und Gesetz auferlegt, während nach 2Mose 13,9 und 5Mose 6,8 das Gesetz Gottes auf die Hand und zwischen die Augen geschrieben werden sollte; vgl. E 2,67.]

Jer 8,9: "Die Weisen werden beschämt, sie sind von Schrecken erfüllt und werden gefangen. Siehe, sie haben das Wort des Herrn verworfen. Und was für eine Weisheit haben sie [jetzt]?"

 

Artikel 20.3. Die christliche Freiheit rechtfertigt keine Sünde

Diejenigen, die unter dem Vorwand christlicher Freiheit irgendeine Sünde begehen oder sich irgendeiner Lust hingeben, zerstören dadurch den Sinn und Zweck der christlichen Freiheit, der darin besteht, daß wir als aus der Hand unserer Feinde Befreite dem Herrn ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm dieneno.



oGal 5,13: "Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Geschwister, nur [schiebt] nicht die Freiheit als Anlaß für das Fleisch [vor], sondern dient einander durch die Liebe."

1Petr 2,16: "... als Freie und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel der Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes."

2Petr 2,19: "... sie versprechen ihnen Freiheit, während sie selbst Sklaven des Verderbens sind. Denn jemand ist dem als Sklave unterworfen, von dem er überwältigt worden ist."

Joh 8,34: "Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Sklave der Sünde."

Lk 1,74-75: "(74) daß wir ihm nach der Rettung aus der Hand unserer Feinde ohne Furcht (75) in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage dienen sollen."

 

Artikel 20.4. Unterordnung unter staatliche und kirchliche Obrigkeiten

Weil die Gewalten, die Gott verordnet hat, und die Freiheit, die Christus erworben hat, sich nach Gottes Absicht nicht gegenseitig zerstören, sondern sich gegenseitig erhalten und bewahren sollen, widerstreben diejenigen der Ordnung Gottesp, die sich unter dem Vorwand christlicher Freiheit irgendeiner rechtmäßigen Ausübung dieser Gewalt widersetzen, sei es die staatliche oder die kirchliche. Dafür, daß sie solche Meinungen öffentlich vertreten oder solche Handlungen aufrechterhalten, die dem Licht der Natur, den bekannten Grundsätzen des Christentums (gleich ob bezüglich des Glaubens, des Gottesdienstes oder des Wandels) oder der Kraft der Gottseligkeit entgegenstehen, oder auch für solche irrigen Meinungen oder Handlungsweisen, die entweder ihrer eigenen Natur nach oder in der Art und Weise, wie sie öffentlich vertreten oder aufrecht erhalten werden, den äußeren Frieden und die Ordnung zerstören, die Christus in der Kirche festgesetzt hat, dürfen sie rechtmäßig zur Rechenschaft gezogen werden. Man darf mit Kirchenzuchtq und mit der Gewalt der bürgerlichen Obrigkeit gegen diese Dinge vorgehenr.



pMt 12,25: "Da er aber ihre Gedanken kannte, sagte er zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst entzweit ist, wird verwüstet, und jede Stadt oder jedes Haus, die mit sich selbst entzweit sind, werden nicht fortbestehen."

1Petr 2,13-14+16: "(13) Ordnet euch jeder menschlichen Institution um des Herrn willen unter, gleich ob dem König als obersten Herrn (14) oder den Statthaltern als denen, die von ihm zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lob derer, die Gutes tun, gesandt werden. (16) ... als Freie und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel der Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes."

Röm 13,1-8: "(1) Jede Seele ordne sich den übergeordneten Staatsgewalten unter. Denn es ist keine Staatsgewalt vorhanden, wenn sie nicht von Gott kommt, und die existierenden sind von Gott eingesetzt. (2) Wer sich daher der Staatsgewalt widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil für sich empfangen. (3) Denn die Regierenden sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der Staatsgewalt nicht fürchten (müssen)? Tue das Gute, und du wirst Lob von ihr erhalten, (4) denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, dann fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der das Böse tut. (5) Darum ist es notwendig, untertan zu sein, nicht nur wegen der Strafe, sondern auch wegen des Gewissens. (6) Denn deshalb zahlt ihr auch Steuern, denn sie sind Gottes Diener, die eben hierauf ständig bedacht sind. (7) Gebt allen, wozu ihr verpflichtet seid: die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre gebührt. (8) Seid niemand irgend etwas schuldig, außer einander zu lieben, denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt."

Hebr 13,17: "Gehorcht und fügt euch euren Leitern, denn sie wachen über eure Seelen als diejenigen, die dafür Rechenschaft ablegen werden müssen, damit sie das mit Freude und nicht mit Stöhnen tun, weil das für euch nicht nützlich wäre."

qVgl. Röm 1,32 mit 1Kor 5,1+5+11+13: Röm 1,32: "Obwohl sie Gottes Rechtsforderung erkennen, daß die, die solches tun, des Todes würdig sind, üben sie es nicht allein aus, sondern haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun." 1Kor 5,1+5+11+13: "(1) Überhaupt hört man davon, daß es Unzucht unter euch gibt, und dazu eine Art von Unzucht, die selbst unter den Nationen nicht bekannt ist, daß einer die Frau seines Vaters [= seine Stiefmutter] hat. (5) ... so jemanden im Namen unseres Herrn Jesus dem Satan zum Verderben des Fleisches zu übergeben, damit der Geist am Tag des Herrn errettet wird. (11) Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Unzüchtiger ist oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber, mit einem solchen nicht einmal zu essen. (13) Die aber draußen sind, richtet Gott. Tut den Bösen von euch selbst hinaus!"

Vgl. 2Joh 10-11 mit 2Thess 3,14 und 1Tim 6,3-5 und Tit 1,10-11+13: 2Joh 10-11: "(10) Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht mitbringt, sollt ihr ihn nicht ins Haus aufnehmen und ihn nicht grüßen! (11) Denn wer ihn grüßt, nimmt schon an seinen bösen Werken Anteil." 2Thess 3,14: "Wenn aber jemand unserem Wort in dem Brief nicht gehorcht, den kennzeichnet und habt keinen weiteren Umgang mit ihm, damit er beschämt wird." 1Tim 6,3-5: "(3) Wenn jemand anders lehrt und sich nicht zu den gesunden Worten unseres Herrn Jesus Christus und zur Lehre, die der Gottseligkeit entspricht, hinwendet, (4) so ist er aufgeblasen und weiß gar nichts, sondern er ist an Streitfragen und Wortgezänken krank. Daraus entstehen Neid, Hader, Lästerungen, böse Verdächtigungen, (5) andauernde Zänkereien von Menschen, deren Gesinnung verdreht ist und die der Wahrheit beraubt sind und dabei meinen, die Gottseligkeit sei zum Gewinnmachen geschaffen." Tit 1,10-11+13: "(10) Denn es gibt viele Rebellen, hohle Schwätzer und Betrüger, besonders diejenigen von der Beschneidung, (11) denen man den Mund stopfen muß, die ganze Häuser auf den Kopf stellen, indem sie für schändlichen Gewinn lehren, was sich nicht gehört. (13) Dieses Zeugnis ist wahr. Aufgrund dieser Ursache weise sie streng zurecht, damit sie im Glauben gesund sind."

Vgl. Tit 3,10 mit Mt 18,15-17: Tit 3,10: "Einen sektiererischen Menschen weise nach einer ein- und zweimaligen Zurechtweisung ab." Mt 18,15-17: "(15) Sündigt aber dein Bruder an dir, so geh [zu ihm] hin und weise ihn zwischen dir und ihm allein zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. (16) Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch den Mund von zwei oder drei Zeugen bestätigt wird. (17) Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner."

1Tim 1,19-20: "(19) ... indem du den Glauben und ein reines Gewissen bewahrst, das einige von sich gestoßen haben und im Hinblick auf den Glauben Schiffbruch erlitten. (20) Unter ihnen sind Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie zurechtgewiesen werden, nicht zu lästern."

Offb 2,2+14+15+20: [Aus drei Sendschreiben Jesu an Gemeinden:] "(2) Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren, und daß du Böse nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die sich Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als Lügner erkannt. (14) Aber ich habe ein weniges gegen dich, daß du solche dort hast, welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, eine Falle vor die Kinder Israels hinzustellen, so daß sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben. (15) So hast auch du solche, die in gleicher Weise die Lehre der Nikolaiten festhalten. (20) Aber ich habe gegen dich, daß du das Weib Isebel gewähren läßt, die sich eine Prophetin nennt und meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen." (REÜ)

Offb 3,9: "Siehe, ich übergebe dir diejenigen aus der Synagoge des Satans, die zu denen gehören, die sich Juden nennen und es doch nicht sind, sondern darin lügen. Siehe, ich werde sie dazu bringen, daß sie herkommen und sich vor deinen Füßen niederwerfen und erkennen, daß ich dich geliebt habe."

[Vgl. zur Gemeindezucht E 2,567-598]

r5Mose 13,6-12 [bitte nachlesen]

Röm 13,3-4 [siehe unter Anm. p oben]

2Joh 10+11: "(10) Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht mitbringt, sollt ihr ihn nicht ins Haus aufnehmen und ihn nicht grüßen! (11) Denn wer ihn grüßt, nimmt schon an seinen bösen Werken Anteil."

Esra 7,23+25-28 [Erlaß des Artaxerxes an Esra; bitte nachlesen]

Offb 17,12+16-17 [bitte nachlesen]

Neh 13,15+17+21+22+25+30 [Der Statthalter Nehemia setzt die Heiligung des Sabbats durch; bitte nachlesen.]

2Kön 23,5-6+9+20-21 [Josias Reformation; bitte nachlesen]

2Chr 34,33: "Und Josia entfernte alle Greuel aus allen Gebieten, die den Kindern Israel gehörten. Und er veranlaßte alle, die in Israel waren, dem Herrn, ihrem Gott, zu dienen. Alle seine Tage wichen sie nicht von der Nachfolge des Herrn, des Gottes ihrer Väter, ab."

2Chr 15,12-13+16: "(12) Und sie traten in den Bund, [der beinhaltete], den Herrn, den Gott ihrer Väter, mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele zu suchen - (13) aber [auch daß] jeder, der den Herrn, den Gott Israels, nicht suchen würde, getötet werden sollte, der Kleinste wie der Größte, der Mann wie die Frau. (16) Außerdem entfernte er Maacha, die Mutter des Königs Asa, als Gebieterin, weil sie ein Schandbild die Aschera anfertigen ließ. Asa vernichtete ihr Schandbild, zermalmte es und verbrannte es im Tal Kidron."

Dan 3,29: [Nebukadnezars Anordnung] "So ergeht nun von mir der Befehl an jedes Volk, jede Nation und jede Sprache: Wer über den Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos etwas Verächtliches sagt, soll in Stücke gehauen werden, und sein Haus soll zu einem Dreckhaufen gemacht werden. Denn es gibt keinen anderen Gott, der so erretten kann."

1Tim 2,2: "... für Könige und alle, die Autorität haben, damit wir ein friedliches und stilles Leben in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit führen können."

Jes 49,23: "Könige werden deine Wärter sein und ihre Königinnen deine Ammen. Sie werden sich mit dem Gesicht zur Erde vor dir niederwerfen und den Staub von deinen Füßen lecken. Dann wirst du erkennen, daß ich der Herr bin. Denn die auf mich hoffen, werden nicht zuschanden werden."

Sach 13,2-3 [bitte nachlesen]