Artikel 5.1. Gott erhält und lenkt alles Geschaffene
Gott, der große Schöpfer aller Dinge, erhälta, lenkt, ordnet und regiert alle Geschöpfe, Handlungen und Dingeb vom Größten bis zum Kleinstenc durch seine höchst weise und heilige Vorsehungd, nach seinem unfehlbaren Vorherwissene und dem freien und unabänderlichen Ratschluß seines eigenen Willensf zum Preis der Herrlichkeit seiner Weisheit, Macht, Gerechtigkeit, Güte und Barmherzigkeitg.
aHebr 1,3: "... er [= Jesus], der die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch sein Machtwort trägt [oder: erhält], hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hatte, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt." bDan 4,31-32: "(31) Nach dieser Zeit erhob ich, Nebukadnezar, meine Augen zum Himmel, und mein Verstand kehrte mir zurück. Und ich lobte den Höchsten. Ich pries und ehrte den, der ewig lebt, dessen Gewalt ewig ist und dessen Reich immerdar währt, (32) gegen den alle, die auf Erden wohnen, als nichts zu rechnen sind. Er macht es, wie er will, mit den Mächten im Himmel ebenso wie mit denen, die auf Erden wohnen. Und niemand kann seiner Hand wehren noch zu ihm sagen: Was machst du da?" Ps 135,6: "Alles, was er will, das tut er im Himmel und auf Erden, im Meer und in allen Tiefen." Apg 17,25+26+28: "(25) ... noch wird er von Menschenhänden bedient, so, als ob er noch etwas nötig hätte, weil er ja selbst allen Leben und Odem und [überhaupt] alles gibt. (26) Und er [= Gott] hat aus einem [Menschen] alle Nationen der Menschen gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und ihnen festgesetzte Zeiten und die Grenzen ihres Wohnraumes bestimmt. (28) Denn in ihm leben und weben und sind wir, wie auch einige eurer Dichter gesagt haben: 'Denn wir sind auch sein Geschlecht'." Hiob 38-41 [Gottes Reden zu Hiob über seine Größe als Schöpfer; bitte nachlesen] cMt 10,29-31: "(29) Verkauft man nicht zwei Sperlinge für ein paar Pfennige? Und doch wird nicht einer von ihnen ohne euren Vater auf die Erde fallen. (30) Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. (31) Darum fürchtet euch nicht, denn ihr seid besser als viele Sperlinge." dSpr 15,3: "Die Augen des Herrn sind an jedem Ort und sehen auf Böse und auf Gute herab." Ps 104,24: "Wie zahlreich sind deine Werke, o Herr! Du hast sie alle mit Weisheit geschaffen, die Erde ist voll von deinem Eigentum." Ps 145,17: "Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen und heilig in allen seinen Werken." eApg 15,18: "... was von jeher bekannt ist." Ps 94,8-11: "(8) Merkt doch auf, ihr Narren im Volk! Und ihr Toren, wann wollt ihr klug werden? (9) Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen? (10) Der die Völker in Zucht hält, sollte der nicht Rechenschaft fordern - er, der die Menschen Erkenntnis lehrt? (11) Aber der Herr kennt die Gedanken der Menschen: sie sind nur ein Hauch!" fEph 1,11: "In ihm haben wir ein Erbe erhalten, die wir nach dem Vorsatz dessen, der alles nach dem Ratschluß seines Willens wirkt, vorherbestimmt waren." Ps 33,10-11: "(10) Der Herr macht zunichte den Ratschluß der Heiden und wehrt den Gedanken der Völker. (11) Aber der Ratschluß des Herrn bleibt ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für." gJes 63,14: "Wie das Vieh, das in das Tal hinabzieht, brachte der Geist des Herrn sie zur Ruhe. So hast du dein Volk geleitet, um dir einen herrlichen Namen zu machen." Eph 3,10: "... damit jetzt die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten in den himmlischen Örtern durch die Gemeinde bekannt werde." Röm 9,17: "Denn die Schrift sagt zum Pharao: 'Eben dazu habe ich dich auftreten lassen, damit ich meine Macht an dir zeige und damit mein Name auf der ganzen Erde verkündigt wird'." 1Mose 45,7: "Aber Gott hat mich vor euch hergesandt, damit er euch auf Erden übriglasse und euer Leben zu einer großen Errettung erhalte." Ps 145,7: "Sie sollen deine große Güte preisen und deine Gerechtigkeit rühmen." Artikel 5.2. Erstursache und Zweitursache
Obwohl in bezug auf das Vorherwissen und den Ratschluß Gottes als der ersten Ursache alle Dinge unfehlbar und unabänderlich geschehenh, so ordnet er sie doch durch dieselbe Vorsehung so, daß sie sich nach der Natur der zweiten Ursachen entweder notwendig oder frei oder zufällig ereigneni.
hApg 2,23: "Diesen [= Jesus], der nach dem vorherbestimmten Ratschluß und nach Vorkenntnis Gottes dahingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht." i1Mose 8,22: "Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht." [Ein Beispiel für Naturgesetze] Jer 31,35: "So spricht der Herr, der die Sonne zum Licht für den Tag und die Ordnung des Mondes und der Sterne zum Licht für die Nacht hingesetzt hat, der das Meer aufwühlt, so daß seine Wellen brausen. Herr der Heerscharen ist sein Name." [Ein Beispiel für Naturgesetze] Vgl. 2Mose 21,13 mit 5Mose 19,5: 2Mose 21,13: "Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern Gott hat es seiner Hand widerfahren lassen, dann werde ich dir einen Ort festlegen, wohin er fliehen soll." 5Mose 19,5: "Wer mit seinem Nächsten in den Wald geht, um Holz zu schlagen, und seine Hand holt mit der Axt aus, um das Holz abzuhauen, und das Eisen fährt vom Stiel und trifft seinen Nächsten, so daß er stirbt, der soll in eine dieser Städte fliehen, damit er am Leben bleibt ..." [Beispiel für ungewollte Ereignisse aufgrund von Naturgesetzen usw.] 1Kön 22,28+34: "(28) Micha aber sagte: Wenn du jemals in Frieden zurückkommst, hat der Herr nicht durch mich geredet! Und er sagte: Hört es, alle ihr Völker! (34) Und ein Mann spannte den Bogen aufs Geratewohl und traf den König von Israel zwischen die Tragbänder und den Panzer. Da sagte er [= der König] zu seinem Wagenlenker: Wende um und bring mich aus der Schlacht hinaus! Denn ich bin schwer verwundet." [Gott benutzt den Zufall.] Jes 10,6-7: "(6) Ich schicke dich gegen eine gottlose Nation und entbiete ihn gegen das Volk meines Zornes, Raub zu rauben und Beute zu erbeuten und es zertreten zu lassen wie Kot in der Straße. (7) Er aber meint es nicht so, und sein Herz denkt nicht so, sondern er hat im Sinn, es zu verheeren und nicht wenige Nationen auszurotten." [Gott benutzt Gottlose, die nichts davon ahnen, um seinen Zorn auszuführen.] Artikel 5.3. Vorsehung und die normalen MittelGott macht in seiner Vorsehung normalerweise Gebrauch von Mittelnk, hat jedoch die Freiheit, nach seinem Wohlgefallen ohnel sie oder überm sie hinweg oder gegenn sie zu wirken. k[Mit den Mitteln sind etwa die Naturgesetze gemeint.] Apg 27,31+44: "(31) ... sagte Paulus zu dem Hauptmann und den Soldaten: Wenn sie nicht im Schiff bleiben, könnt ihr [auch] nicht gerettet werden. (44) ... und die übrigen teils auf Brettern, teils auf Stücken vom Schiff. Und so geschah es, daß alle ans Land gerettet wurden." [Die Rettung erfolgt auf normalem Wege, obwohl die Rettung verheißen war: Apg 27,22.] Jes 55,10-11: "(10) Denn wie der Regen fällt und der Schnee vom Himmel und nicht zu ihm zurückkehrt, sondern die Erde bewässert, sie befruchtet und sie sprießen läßt, damit sie Samen für den Sämann und Brot für den Essenden hervorbringt, (11) so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorkommt. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird das bewirken, was mir gefällt, und wird ausrichten, wozu ich es gesandt habe." [Gott vergleicht die Wirkung seines Wortes mit der von Naturgesetzen.] Hos 2,23-24: "(23) Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich erhören, spricht der Herr. Ich erhöre den Himmel, und der erhört die Erde; (24) und die Erde erhört das Korn und den Most und das Öl, und diese erhören Jesreel." (Luther) [Gott benutzt Naturgesetze, um Gebet zu erhören.] lHos 1,7: "Aber über das Haus Juda werde ich mich erbarmen und sie durch den Herrn, ihren Gott, erretten. Doch ich errette sie nicht durch Bogen, durch Schwert oder durch Krieg, durch Pferde oder durch Reiter." Mt 4,4: "Er aber antwortete und sagte: Es steht geschrieben: 'Der Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht'." Hiob 34,10: "Darum, hört mir zu, ihr Männer mit Verstand! Es sei fern von Gott, gottlos zu handeln, und vom Allmächtigen, Unrecht zu tun!" mRöm 4,19-21: [Über Abraham und die Geburt seines Sohnes:] "(19) Und ohne im Glauben schwach zu werden, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Körper, da er fast hundert Jahre alt war, und das Abgestorbensein des Mutterleibes Saras, (20) und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde im Glauben gestärkt, weil er Gott die Ehre gab (21) und völlig davon überzeugt war, daß er das, was er verheißen hat, auch tun kann." n2Kön 6,6: "Der Mann Gottes [= Elisa] aber sagte: Wohin ist es gefallen? Und er zeigte ihm die Stelle. Da schnitt er ein Holz ab und warf es hinein [= ins Wasser] und brachte das Eisen zum Schwimmen." Dan 3,27: [Über Daniels Freunde im Feuerofen:] "Und es versammelten sich die Satrapen, die Statthalter, die Verwalter und die Staatsräte des Königs. Sie betrachteten die Männer, über deren Körper das Feuer keine Macht gehabt hatte. Das Haar ihres Hauptes war nicht angesengt, und ihre Mäntel waren nicht verändert, es war nicht einmal Brandgeruch an ihnen zu finden." Artikel 5.4. Vorsehung und Sünde
Die allmächtige Macht, unerforschliche Weisheit und unendliche Güte Gottes offenbaren sich selbst so weit in seiner Vorsehung, daß sie sich sogar auf den ersten Fall und alle anderen Sünden der Engel und Menschen erstreckto, und zwar nicht durch bloße Zulassungp, sondern durch eine solche Vorsehung, die mit einer höchst weisen und machtvollen Einschränkungq und anderweitigen Ordnung und Lenkung derselben verbunden ist, - in mancherlei Fügung, zu seinen eigenen heiligen Zweckenr - so jedoch, daß das, was daran sündhaft ist, allein vom Geschöpf ausgeht und nicht von Gott, der, da er ganz heilig und gerecht ist, nicht der Urheber oder Anerkenner* der Sünde ist noch sein kanns.
oRöm 11,32-34: "(32) Denn Gott hat alle zusammen in den Ungehorsam eingeschlossen, damit er alle begnadige. (33) O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unausforschlich sind seine Entscheidungen und unaufspürbar seine Wege! (34) Denn 'wer hat das Denken des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?'" Vgl. 2Sam 24,1 mit 1Chr 21,1: 2Sam 24,1: "Und erneut entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel. Und er reizte David gegen sie auf, so daß er sagte: Geh hin, zähle Israel und Juda!" 1Chr 21,1: "Und Satan stellte sich gegen Israel und er reizte David, um Israel zu zählen." [Gott als Erstursache, der Teufel als Zweitursache.] 1Kön 22,22-23: "(22) Da sagte er: Ich will ausgehen und ein Geist der Lüge im Mund aller seiner Propheten sein. Und er [= Gott] sagte: Du sollst ihn betören und wirst auch dazu in der Lage sein. Geh aus und mache es gerade so! (23) Und nun, siehe, der Herr hat einen Geist der Lüge in den Mund all dieser deiner Propheten gesandt, denn der Herr hat Unheil über dich gesprochen." 1Chr 10,4+13-14: "(4) Da sagte Saul zu seinem Waffenträger: Zieh dein Schwert und durchbohre mich damit, damit diese Unbeschnittenen nicht kommen und ihren Mutwillen mit mir treiben! Sein Waffenträger aber wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stürzte sich hinein. (13) So starb Saul wegen seiner Untreue, die er gegen den Herrn begangen hatte in bezug auf das Wort des Herrn, das er nicht beachtet hatte, und auch, weil er den Totengeist befragt hatte, um Rat zu suchen; (14) aber bei dem Herrn hatte er keinen Rat gesucht. Darum ließ er ihn sterben und wandte das Königtum David, dem Sohn Isais, zu." (REÜ) [Gott ließ Saul sterben, aber nicht durch andere, sondern indem Saul Selbstmord beging.] 2Sam 16,10: "Der König aber sagte: Was habe ich mit euch zu schaffen, ihr Söhne der Zeruja? Ja, soll er [ruhig] fluchen! Denn wenn der Herr ihm gesagt hat: Verfluche David! - wer kann dann sagen: Warum tust du das?" Apg 2,23: "Diesen [= Jesus], der nach dem vorherbestimmten Ratschluß und nach Vorkenntnis Gottes dahingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht." [Die Schuld der Kreuzigung erfüllte dennoch Gottes Ratschluß.] Apg 4,27-28: "(27) Denn in dieser Stadt versammelten sich wahrhaftig sowohl Herodes als auch Pontius Pilatus zusammen mit den Nationen und den Stämmen Israels gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, (28) um [dabei] alles zu verwirklichen, was deine Hand und dein Ratschluß vorherbestimmt haben, daß es geschehen sollte." [Vgl. insgesamt R 2,100ff; 117ff; E 1,147ff; 163ff] pApg 14,16: "Er ließ in den vergangenen Generationen alle Nationen ihre eigenen Wegen gehen." qPs 76,10: "... als Gott zum Gericht aufstand, um alle Demütigen auf Erden zu retten." 2Kön 19,28: "Aufgrund deines Tobens gegen mich und weil dein Übermut in meine Ohren hinaufgestiegen ist, werde ich [= Gott] meinen Ring in deine Nase legen und meinen Zaum an deine Lippen und werde dich den Weg zurückbringen, den du gekommen bist." r1Mose 50,20: "Ihr, ihr hattet zwar Böses gegen mich geplant, aber Gott hatte es zum Guten geplant, damit er das tut, was am heutigen Tag Wirklichkeit ist, nämlich ein großes Volk am Leben zu erhalten." Jes 10,6-7+12: "(6) Ich schicke dich gegen eine gottlose Nation und entbiete ihn gegen das Volk meines Zornes, Raub zu rauben und Beute zu erbeuten und es zertreten zu lassen wie Kot in der Straße. (7) Er aber meint es nicht so, und sein Herz denkt nicht so, sondern er hat im Sinn, es zu verheeren und nicht wenige Nationen auszurotten. (12) Aber es wird geschehen, daß, wenn der Herr sein ganzes Werk am Berg Zion und an Jerusalem vollendet hat, er die Frucht des stolzen Herzens des Königs von Assur und den hochmütigen Stolz seiner Augen heimsuchen wird." [Gott benutzt Assyrien zur Strafe an seinem Volk, um dann aber Assyrien für seinen Hochmut zu bestrafen.] *Oder: Billiger, also einer, der die Sünde anerkennt oder billigt. sJak 1,13-14+17: "(13) Niemand soll, wenn er versucht wird, sagen: 'Ich werde von Gott versucht'. Denn Gott kann nicht vom Bösen versucht werden. Er selbst versucht aber niemand. (14) Jeder wird dagegen versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgerissen und gelockt wird. (17) Alle guten Gaben und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, von dem Vater der Lichter, bei dem es weder Veränderung noch den Schatten eines Wechsels gibt." 1Joh 2,16: "Denn alles, was in der Welt ist, die Lust des Fleisches und die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt." Ps 50,21: "Dies hast du getan, und ich [= Gott] schwieg still. Da dachtest du, ich wäre ganz wie du. Ich werde dich zurechtweisen und werde es dir vor Augen führen." Artikel 5.5. Vorsehung und Züchtigung
Der höchst weise, gerechte und gnädige Gott überläßt oftmals seine eigenen Kinder eine Zeitlang mannigfachen Versuchungen und der Verdorbenheit ihres eigenen Herzens, um sie wegen ihrer früheren Sünden zu züchtigen oder um ihnen die verborgene Stärke der Verdorbenheit und Arglist ihres Herzens aufzudecken, damit sie gedemütigt werdent, und um in ihnen eine engere und beständigere Abhängigkeit von ihm selbst zu ihrem Besten zu erwecken, und um sie noch wachsamer gegenüber allen zukünftigen Gelegenheiten zur Sünde zu machen, wie auch aus einer Reihe anderer gerechter und heiliger Gründev.
t2Chr 32,25-26+31: "(25) Aber Hiskia vergalt nicht nach dem, was ihm geschehen war, denn sein Herz erhob sich stolz. Darum kam der Zorn [Gottes] über ihn und über Juda und Jerusalem. (26) Da demütigte sich Hiskia darüber, daß sein Herz sich stolz erhoben hatte, zusammen mit den Einwohnern Jerusalems. Darum kam der Zorn des Herrn nicht mehr über sie, solange Hiskia lebte. (31) Als aber die Botschafter der Fürsten von Babel zu ihm gesandt worden waren, um nach dem Wunder zu fragen, das im Lande geschehen war, verließ ihn Gott, um ihn zu versuchen, damit alles bekannt würde, was in seinem Herzen war." 2Sam 24,1: "Und erneut entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel. Und er reizte David gegen sie auf, so daß er sagte: Geh hin, zähle Israel und Juda!" v2Kor 12,7-9: "(7) Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. (8) Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, daß er von mir weiche. (9) Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne." Ps 73+77 [bitte nachlesen] Ps 77,2+11+13: "(2) Meine Stimme schreit zu Gott, und ich will schreien! Meine Stimme schreit zu Gott, damit er mir Gehör schenkt. (11) Da sagte ich: Dies ist mein Schmerz, aber ich will mich an die Rechte des Höchsten erinnern. (13) Ich will über all dein Tun nachdenken, und über deine Taten will ich nachsinnen." Vgl. Mk 14,66-72 [Verleugnung des Petrus; bitte nachlesen] mit Joh 21,15-17: "Als sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer! (16) Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! (17) Spricht er zum dritten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Petrus wurde traurig, weil er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb?, und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!" (Luther) Artikel 5.6. Die Vorsehung und die GottlosenWas diejenigen bösen und gottlosen Menschen betrifft, die Gott als ein gerechter Richter um früherer Sünden willen verblendet und verhärtetw, so enthält er ihnen nicht nur seine Gnade vor, durch die sie in ihrem Verstand hätten erleuchtet und in ihrem Herzen bewegt werden könnenx, sondern entzieht ihnen auch manchmal die Gaben, die sie hatteny, und setzt sie solchen Umständen aus, aus denen ihre Verdorbenheit einen Anlaß zur Sünde machtz. Darüber hinaus übergibt er sie an ihre eigenen Lüste, an die Versuchungen der Welt und an die Gewalt des Satansa. Dadurch kommt es, daß sie sich selbst verhärten und zwar sogar durch solche Mittel, die Gott anwendet, um andere zu erweichen.b wRöm 1,24+26+28: "(24) Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in Unreinheit, ihre Körper untereinander zu entehren. (26) Darum hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften. Denn auch ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen vertauscht. (28) Und da sie es nicht für gut befanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in ein verworrenes Denken, das Unrechte zu tun." Röm 11,7-8: "(7) Was nun? Was Israel erstrebte, das hat es nicht erlangt, aber die Auswahl hat es erlangt, die übrigen jedoch sind verstockt worden, (8) wie geschrieben steht: 'Gott hat ihnen einen Geist der Schlafsucht gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den heutigen Tag'." x5Mose 29,3: "Aber der Herr hat euch bis zum heutigen Tag weder ein Herz geschenkt, um zu erkennen, noch Augen um zu sehen, noch Ohren um zu hören." yMt 13,12: "Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, so daß er im Überfluß haben wird. Wer aber nicht hat, von dem wird selbst das, was er hat, noch fortgenommen werden." Mt 25,29: "Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, so daß er im Überfluß haben wird. Wer aber nicht hat, von dem wird selbst das, was er hat, noch fortgenommen werden." z5Mose 2,30: "Aber Sihon, der König von Heschbon, wollte uns nicht hindurchziehen lassen; denn der Herr, dein Gott, verhärtete seinen Sinn und verstockte ihm sein Herz, um ihn in deine Hände zu geben, so wie es heute ist." 2Kön 8,12-13: "(12) Da sprach Hasaël: Warum weint mein Herr? Er sprach: Ich weiß, was du den Israeliten antun wirst: du wirst ihre festen Städte mit Feuer verbrennen und ihre junge Mannschaft mit dem Schwert erschlagen und ihre jungen Kinder töten und ihre schwangeren Frauen aufschlitzen. (13) Hasaël sprach: Was ist dein Knecht, der Hund, daß er so große Dinge tun sollte? Elisa sprach: Der Herr hat mir gezeigt, daß du König über Aram sein wirst." (Luther) aPs 81,12-13: "(12) Aber mein Volk hörte nicht auf meine Stimme, und Israel wollte nicht gehorsam sein. (13) Da gab ich sie dahin in die Verstocktheit ihres Herzens. Sie wandelten nach ihren Ratschlägen." 2Thess 2,10-12: "... und mit jeglicher Verführung zur Ungerechtigkeit bei denen, die verloren werden, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, daß sie gerettet würden. (11) Darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, so daß sie der Lüge glauben, (12) damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Lust an der Ungerechtigkeit hatten." bVgl. 2Mose 7,3 mit 2Mose 8,15-28: 2Mose 7,3: "Ich will aber das Herz des Pharao verhärten und die Zahl meiner Zeichen und Wunder im Land Ägypten groß machen." 2Mose 8,15-32 [bitte nachlesen] [Es folgen Beispiele dafür, daß dieselbe Sache die einen erweichen, die anderen verhärten kann, die einen also erfreut, die anderen ärgert.] 2Kor 2,15-16: "Denn wir sind unter denen, die errettet werden, ein Geruch Christi für Gott; auch unter denen, die verlorengehen. Den einen [sind wir] ein Geruch vom Tod zum Tode, den anderen aber ein Geruch vom Leben zum Leben." Jes 8,14: "Er wird ein Heiligtum [so die englische Übersetzung; eigentlich: Fallstrick] sein und ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses für die beiden Häuser Israel, ein Fallstrick und eine Schlinge für die Bürger Jerusalems ..." 1Petr 2,7-8: "(7) Für euch nun, die ihr glaubt, ist er eine Kostbarkeit. Für die Ungläubigen aber [gilt]: 'Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, gerade dieser ist zum Eckstein geworden', (8) und: 'ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses'. Da sie nicht gehorsam sind, stoßen sie sich an dem Wort, wozu sie auch gesetzt worden sind." [Dasselbe Zitat auch in Ps 118,22; Mt 21,42; Mk 12,10; Lk 20,17] Vgl. Jes 6,9-10 mit Apg 28,26-27: Jes 6,9-10: "(9) Und er sprach: Geh hin und sprich zu diesem Volk: Hört und versteht es nicht; seht und merkt es nicht! (10) Mache das Herz dieses Volks unempfindlich und laß ihre Ohren taub sein und ihre Augen blind, daß sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich nicht bekehren und genesen." Apg 28,26-27: "(26) 'Geh hin zu diesem Volk und sprich: Mit den Ohren werdet ihr's hören und nicht verstehen; und mit den Augen werdet ihr's sehen und nicht erkennen. (27) Denn das Herz dieses Volkes ist unempfindlich, und ihre Ohren hören schwer, und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen helfe.'" Artikel 5.7. Die Vorsehung und die Gemeinde
Wie die Vorsehung Gottes sich im allgemeinen auf alle Geschöpfe erstreckt, so sorgt sie in einer ganz besonderen Art und Weise für seine Kirche und wendet alle Dinge zu deren Bestenc.
c1Tim 4,10: "... denn dafür arbeiten wir und dafür kämpfen wir, weil wir auf den lebendigen Gott hoffen, der ein Retter für alle Menschen, besonders für die Glaubenden, ist." Amos 9,8-9: "(8) Siehe, die Augen des Herrn, Herrn, schauen auf das sündige Königreich. Und ich will es von der Ebene des Erdbodens ausrotten. Nur das Haus Jakob will ich nicht ganz ausrotten, spricht der Herr. (9) Denn siehe, ich werde Befehl geben und werde das Haus Israel unter allen Völkern schütteln, wie man etwas mit einem Sieb schüttelt, wobei nicht ein Steinchen auf die Erde fällt." Röm 8,28: "Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten [oder: zum Besten] mitwirken, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind." Jes 43,3-5+14: "(3) Denn ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Ich habe Ägypten für dich als Lösegeld gegeben, Kusch und Seba an deiner Statt, (4) weil du in meinen Augen so wert geachtet und auch herrlich bist und weil ich dich lieb habe. Ich gebe Menschen an deiner Statt und Völker für dein Leben. (5) So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln. (14) So spricht der Herr, euer Erlöser, der Heilige Israels: Um euretwillen habe ich nach Babel geschickt und habe die Riegel eures Gefängnisses zerbrochen, und zur Klage wird der Jubel der Chaldäer." (Luther) |
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