Confessio Reformata

Reformierte Bekenntnisse auf einen Blick.

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Artikel 8 - Von Christus, dem Mittler

Artikel 8.1. Die Ämter Christi

Es hat Gott in seinem ewigen Vorsatz gefallen, den Herrn Jesus, seinen eingeborenen Sohn, zum Mittler zwischen Gott und Menschena, zum Prophetenb, Priesterc und Königd, zum Haupt und Heiland seiner Kirchee, zum Erben aller Dingef und zum Richter der Weltg zu erwählen und einzusetzen. Er hat ihm von aller Ewigkeit her ein Volk gegeben, um seine Nachkommenschaft zu seinh und um von ihm zu seiner Zeit erlöst, berufen, gerechtfertigt, geheiligt und verherrlicht zu werdeni.



aJes 42,1: "Siehe, mein Knecht, den ich festhalte, mein Auserwählter, an dem meine Seele ihr Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, so daß er das Recht zu den Völkern hinaustragen wird."

1Petr 1,19-20: "(19) ... sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken [errettet worden]. (20) Er ist zwar im voraus vor Grundlegung der Welt vorauserkannt worden, aber am Ende der Zeit wegen euch offenbar geworden."

Joh 3,16: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."

1Tim 2,5: "Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus."

bApg 3,22: "Mose hat bereits gesagt: 'Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, aus der Mitte eurer Brüder erwecken, mir gleich. Auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagen wird' [5Mose 18,15+19]." [Eine alttestamentliche Weissagung auf Christus]

cHebr 5,5-6: "(5) So hat auch Christus sich nicht selbst verherrlicht, um Hoherpriester zu werden, sondern stattdessen [hat] der [ihn verherrlicht], der zu ihm gesagt hat: 'Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt', (6) genauso, wie er auch an anderer Stelle sagt: 'Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks'."

dPs 2,6: "'Habe doch ich meinen König geweiht auf Zion, meinem heiligen Berg!" [Eine Weissagung auf Christus]

Lk 1,33: "Er [= Jesus] wird über das Haus Jakobs in Ewigkeit regieren, und seine Königsherrschaft wird kein Ende haben."

eEph 5,23: "Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist - als Heiland seines Körpers."

fHebr 1,2: "... hat er am Ende der Tage im Sohn zu uns geredet, den er zum Erben aller Dinge bestimmt hat. Durch ihn hat er auch die Welt geschaffen."

gApg 17,31: "... weil er [= Gott] einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann [= Jesus], den er eingesetzt hat. Und er hat allen den Beweis angetreten, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat."

hJoh 17,6: "Ich habe den Menschen deinen Namen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt."

Ps 22,31: "Er wird Nachkommen haben, die ihm dienen. Kinder und Enkel werden den Herrn verkündigen."

Jes 53,10: "Doch dem Herrn gefiel es, ihn [= den Knecht des Herrn = Jesus] zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen sehen, er wird seine Tage verlängern. Und was dem Herrn gefällt, wird durch seine Hand gelingen."

i1Tim 2,6: "... der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat, als Zeugnis zur richtigen Zeit."

Jes 55,4-5: "(4) Siehe, ich habe ihn [= den Knecht des Herrn] zum Zeugen für Völker gesetzt, zum Fürsten und Gebieter von Völkerschaften. (5) Siehe, du wirst eine Nation herbeirufen, die du nicht kennst, und eine Nation, die dich nicht kannte, wird um des Herrn willen, deines Gottes, und wegen des Heiligen Israels zu dir gelaufen kommen. Denn er hat dich herrlich gemacht."

1Kor 1,30: "Aus ihm aber ist es, daß ihr in Christus Jesus seid, der für uns zur Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung geworden ist."

 

Artikel 8.2. Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch

Der Sohn Gottes, die zweite Person in der Dreieinigkeit, der wahrer und ewiger Gott ist, eines Wesen mit dem Vater und ihm gleich, hat, als die Fülle der Zeit gekommen war, die menschliche Naturk mit allen ihren wesentlichen Eigenschaften und allgemeinen Schwachheiten auf sich genommen, jedoch ohne Sündel. Er wurde durch die Kraft des Heiligen Geistes im Leib der Jungfrau Maria und aus ihrem Wesenm empfangen, so daß zwei ganz vollkommene und unterschiedene Naturen, die Gottheit und die Menschheit, in der Einheit einer Person unzertrennlich miteinander verbunden wurden, ohne Verwandlung, Zusammensetzung oder Vermischungn. Diese Person ist wahrer Gott und wahrer Mensch, jedoch ein einziger Christus, der einzige Mittler zwischen Gott und den Menscheno.



kJoh 1,1+14: "(1) Im Anfang war das Wort [= Jesus], und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. (14) Und das Wort wurde Fleisch und wohnte [oder: zeltete] unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."

1Joh 5,20: "Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Der ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben."

Phil 2,6: "... der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein."

Gal 4,4: "Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter das Gesetz."

lHebr 2,14+16-17: "(14) Da nun die Kinder Fleisch und Blut gemeinsam haben, hat auch er in gleicher Weise daran teilgenommen, damit er durch den Tod den vernichte, der die Gewalt des Todes hat, also den Teufel. (16) Denn er nimmt sich nicht der Engel an, sondern er nimmt sich der Nachkommen Abrahams an. [Oder: Er nahm nicht die Natur der Engel an, sondern die der Nachkommen Abrahams.] (17) Daher mußte er in allem den Geschwistern gleich werden, um ein barmherziger und ein treuer Hoherpriester für sie bei Gott zu werden, um die Sünden des Volkes zu sühnen."

Hebr 4,15: "Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der mit unseren Schwächen kein Mitleid haben könnte, sondern der in allem in derselben Weise wie wir versucht wurde, jedoch ohne [eine] Sünde [zu begehen]."

mLk 1,27+31+35: "(27) [Der Engel kam] ... zu einer Jungfrau, die mit einem Mann namens Josef aus dem Haus David verlobt war. Und die Jungfrau hieß Maria. ab hier Luther(31) [Der Engel:] Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. (35) Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden." (Luther)

Gal 4,4: "Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter das Gesetz."

nLk 1,35: "Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden."

Kol 2,9: "Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig."

Röm 9,5: "[Die Israeliten] ... denen die Väter gehören und aus denen dem Fleisch nach [= dem Menschsein] der Christus ist, der über allem ist, Gott, gepriesen in die Ewigkeiten. Amen."

1Petr 3,18: "Denn Christus ist einmal für die Sünden gestorben, der Gerechte für die Ungerechten, um uns zu Gott zu führen, indem er zwar dem Fleisch nach getötet, dem Geist nach aber lebendig gemacht worden war."

1Tim 3,16: "Und das Geheimnis der Gottseligkeit ist anerkannter maßen groß: Der geoffenbart wurde im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit."

oRöm 1,3-4: "(3) ... von seinem Sohn, der aus der Nachkommenschaft Davids geboren ist nach dem Fleisch, (4) als Sohn Gottes in Kraft eingesetzt nach dem Geist der Heiligkeit durch die Auferstehung der Toten: Jesus Christus, unseren Herrn."

1Tim 2,5: "Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus."

 

Artikel 8.3. Christi Befähigung zum Mittler

Der Herr Jesus ist in seiner menschlichen Natur, die auf diese Weise mit der göttlichen Natur vereinigt ist, geheiligt und über alle Maßen mit dem Heiligen Geist gesalbt wordenp und hat alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis in sichq. Es gefiel Gott, alle Fülle in ihm wohnen zu lassenr, mit dem Ziel, daß er, heilig, unschuldig, unbefleckt und voller Gnade und Wahrheits, wie er war, gründlich befähigt war, das Amt eines Mittlers und Bürgen auszuübent. Dieses Amt übernahm er nicht von sich aus, sondern er wurde dazu vielmehr von seinem Vater berufenv, der alle Macht und alles Gericht in seine Hand gelegt hat und ihm den Befehl gab, dies [Amt] auszuübenw.



pPs 45,7: "Gerechtigkeit hast du geliebt und Gottlosigkeit gehaßt: darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten."

Joh 3,34: "Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes. Denn Gott gibt den Geist nicht nur nach Maß [d. h. in begrenztem Maß]."

qKol 2,3: "... in dem [= Jesus] alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen liegen."

rKol 1,19: "Denn es gefiel der ganzen Fülle [Gottes], in ihm zu wohnen."

sHebr 7,26: "Denn so ein Hoherpriester war auch für uns das einzig richtige: heilig, sündlos, ohne Flecken, von den Sündern abgesondert und höher als die Himmel geworden."

Joh 1,14: "Und das Wort [= Jesus] wurde Fleisch und wohnte [oder: zeltete] unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."

tApg 10,38: "... Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit dem Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherzog und Wohltaten vollbrachte und alle heilte, die vom Teufel unterdrückt worden waren, denn Gott war mit ihm."

Hebr 12,24: "... und zu Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes, und zum Blut der Besprengung, das besser spricht als das von Abel."

Hebr 7,22: "So ist Jesus auch der Bürge eines besseren Bundes geworden."

vHebr 5,4-5: "(4) Und niemand nimmt sich die Ehre selbst, sondern er wird - wie schon Aaron - von Gott berufen. (5) So hat auch Christus sich nicht selbst verherrlicht, um Hoherpriester zu werden, sondern stattdessen der, der zu ihm gesagt hat: 'Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt'."

wJoh 5,22+27: "(22) Denn auch der Vater richtet niemanden, sondern er hat das gesamte Gericht dem Sohn [= Jesus] übergeben, (27) und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist."

Mt 28,18: "Und Jesus trat hinzu und redete mit ihnen und sagte: Mir ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben worden."

 

Artikel 8.4. Christi Leiden und Verherrlichung

Dieses Amt [des Mittlers und Bürgen] hat der Herr Jesus völlig freiwillig auf sich genommenx, und damit er es ausüben konnte, wurde er unter das Gesetz getany und erfüllte dieses vollkommena, erduldete unmittelbar die allerbittersten Qualen in seiner Seeleb und die allerschmerzhaftesten Leiden an seinem Körperc, wurde gekreuzigt und ist gestorbend und begraben, und blieb unter der Gewalt des Todes, obwohl er die Verwesung nicht gesehen hate. Am dritten Tag ist er wieder von den Toten auferstandenf, mit demselben Körper, in dem er gelitten hatteg, mit dem er auch zum Himmel gefahren ist und dort zur rechten Hand seines Vaters sitzth und uns vertritti. Und er wird am Ende der Welt wiederkommen, um Menschen und Engel zu richtenk.



xVgl. Ps 40,8-9 mit Hebr 10,5-10: Ps 40,8-9: "(8) Da sagte ich: Siehe, ich komme. In der Buchrolle wird über mich geschrieben. (9) Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern, und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen." Hebr 10,5-10: "(5) Darum spricht er bei seinem Kommen in die Welt: 'Schlachtopfer und Gaben hast du nicht gewollt, einen Körper aber hast du mir bereitet. (6) An Brandopfern und Sündopfern hast du kein Wohlgefallen gefunden. (7) Da sagte ich: Siehe, ich komme - in der Buchrolle steht über mich geschrieben -, um deinen Willen zu tun', o Gott'. (8) Vorher sagt er: 'Schlachtopfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt und kein Wohlgefallen daran gefunden', und die wurden doch nach dem Gesetz dargebracht -, (9) dann sagte er: 'Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun - er nimmt also das Erste fort, um das Zweite aufzurichten. (10) Kraft dieses Willens sind wir durch das ein für allemal geschehene Opfer des Körpers Jesu Christi geheiligt."

Joh 10,18: [Jesus:] "Niemand nimmt es [= das Leben] von mir, sondern ich lasse es von mir selbst aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder anzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater erhalten."

Phil 2,8: "Er erniedrigte sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz."

yGal 4,4: "Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter das Gesetz."

aMt 3,15: "Jesus aber antwortete und sagte zu ihm: Laß es jetzt so. Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Dann läßt er es ihm zu."

Mt 5,17: [Jesus:] "Meint nicht, ich wäre gekommen, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen: Ich bin nicht gekommen, um [sie] aufzulösen, sondern [sie] zu erfüllen."

bMt 26,37-38: [Jesus im Garten Gethsemane kurz vor der Leidensgeschichte:] "(37) Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit und fing an, betrübt und geängstigt zu sein. (38) Anschließend sagte er zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir!"

Lk 22,44: [Jesus im Garten Gethsemane kurz vor der Leidensgeschichte:] "Und als er in ringendem Kampf war, betete er heftiger. Es wurde aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde herabfielen."

Mt 27,46: "Um die neunte Stunde schrie Jesus aber mit lauter Stimme und sagte: Eli, Eli, lema sabachthani? Das heißt [übersetzt]: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"

cMt 26+27 [Die Passionsgeschichte; bitte nachlesen]

dPhil 2,8: "Er erniedrigte sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz."

eApg 2,23-24+27: "Diesen [= Jesus], der nach dem vorherbestimmten Ratschluß und nach Vorkenntnis Gottes dahingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht. (24) Den hat Gott auferweckt, nachdem er die Todeswehen beendet hatte, weil es nämlich nicht möglich war, daß er von ihm [= dem Tod] festgehalten würde, (27) denn [es steht geschrieben]: 'du wirst meine Seele nicht im Hades zurücklassen, noch zulassen, daß dein Heiliger die Verwesung sehe'."

Apg 13,37: "Der aber, den Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen."

Röm 6,9: "... da wir wissen, daß Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn."

f1Kor 15,3-5: "(3) Denn ich habe euch vor allen Dingen überliefert, was ich selbst ebenfalls empfangen habe: daß Christus für unsere Sünden gestorben ist nach der Schrift, (4) daß er begraben wurde, daß er am dritten Tag auferweckt worden ist nach der Schrift; (5) und daß er Kephas [= Petrus] erschienen ist und anschließend den Zwölf [Jüngern]."

gJoh 20,25+27: [Jesus nach der Auferstehung in seinem verklärten Körper:] "(25) Da sagten die anderen Jünger zu ihm [= Thomas]: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sagte zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meine Finger in das Mal der Nägel lege und lege meine Hand in seine Seite, so werde ich nicht glauben. (27) Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig." (REÜ)

hMk 16,19: "Der Herr wurde, nachdem er mit ihnen gesprochen hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes."

iRöm 8,34: "Wer ist der Verurteilende? Christus Jesus ist es, der gestorben ist, ja noch mehr, der auferweckt wurde, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt."

Hebr 9,24: "Denn der Christus ist nicht in ein von Händen geschaffenes Heiligtum hineingegangen, dem Gegenbild des wahren Heiligtums, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen."

Hebr 7,25: "Daher kann er auch diejenigen völlig retten, die sich durch ihn Gott nahen, weil er für immer lebt, um sich für sie einzusetzen."

kRöm 14,9-10: "(9) Denn dazu ist Christus gestorben und lebendig geworden, daß er sowohl über Tote als auch über Lebende herrsche. (10) Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder auch du, was verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes treten."

Apg 1,11: "[Engel] ... die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da ... und seht zum Himmel hinauf? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird ebenso kommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen."

Apg 10,42: "Und er [= Jesus] hat uns befohlen, dem Volk zu predigen und ihm ernsthaft zu bezeugen, daß er der von Gott vorherbestimmte Richter der Lebenden und der Toten ist."

Mt 13,40-42: "(40) Wie nun das Unkraut zusammengesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende des Zeitalters sein. (41) Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle Ärgernisse zusammensammeln und diejenigen, die Gesetzloses tun. (42) Und sie werfen sie in den Feuerofen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein."

Jud 6: "Und die Engel, die ihrem Herrschaftsbereich nicht treu geblieben sind, sondern ihre eigene Wohnung verlassen haben, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln in Finsternis aufbewahrt."

2Petr 2,4: "Denn wenn Gott die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont hat, sondern sie in finstere Höhlen des Abgrundes hinabgestürzt und zur Aufbewahrung für das Gericht ausliefert hat ..."

 

Artikel 8.5. Christi Opfer

Der Herr Jesus hat durch seinen vollkommenen Gehorsam und durch das Opfer seiner selbst, das er durch den ewigen Geist ein für alle Mal Gott dargebracht hat, der Gerechtigkeit seines Vaters volle Genugtuung geleistetl und hat für alle, die ihm der Vater gegeben hat, nicht allein die Versöhnung, sondern auch ein ewiges Erbe im Himmelreich erworbenm.



lRöm 5,19: "Denn wie durch des einen Menschen Ungehorsam die vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen [= Jesus] die vielen zu Gerechten werden."

Hebr 9,14+16: "(14) Wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst Gott durch den ewigen Geist als fehlerloses Opfer dargebracht hat, euer Gewissen von toten Werken säubern, damit ihr dem lebendigen Gott dient! (16) Denn wo ein Testament ist, da muß notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat."

Hebr 10,14: "Denn mit einem [einzigen] Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht."

Eph 5,2: "Und lebt alltäglich in Liebe, wie auch Christus euch geliebt und sich selbst für uns als Gabe und Schlachtopfer Gott zu einem duftenden Wohlgeruch dahingegeben hat."

Röm 3,25-26: "(25) Diesen hat Gott öffentlich aufgestellt als Versöhnungsort durch den Glauben an sein Blut zum Beweis seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Langmut Gottes; (26) zum Beweis seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, daß er gerecht sei und den gerechtspricht, der aus dem Glauben an Jesus ist."

mDan 9,24+26: "(24) Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um das Verbrechen zum Abschluß zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen und die Schuld zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen und Gesicht und Propheten zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben. (26) Und nach den 62 Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und wird keine [Hilfe] finden [oder: aber nicht für sich selbst]." (REÜ)

Kol 1,19-20: "(19) Denn es gefiel der ganzen Fülle [Gottes], in ihm zu wohnen (20) und durch ihn alles mit sich zu versöhnen - indem er Frieden durch das Blut seines Kreuzes gemacht hat -, durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist."

Eph 1,11+14: "In ihm haben wir ein Erbe erhalten, die wir nach dem Vorsatz dessen, der alles nach dem Ratschluß seines Willens wirkt, vorherbestimmt waren. (14) Der ist das Unterpfand unseres Erbes, auf die Erlösung seines Eigentums hin zum Lob seiner Herrlichkeit."

Joh 17,2: "... wie du ihm [= Jesus] Vollmacht über alles Fleisch gegeben hast, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt."

Hebr 9,12+15: "(12) Er ist nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen und hat eine ewige Erlösung geschaffen. (15) Darum ist er der Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund vollbracht wurde, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes erhalten."

 

Artikel 8.6. Christi Werk gilt auch für die Gläubigen des Alten Bundes

Obwohl das Werk der Erlösung von Christus erst nach seiner Menschwerdung wirklich vollbracht worden ist, so ist doch dessen Kraft, Wirksamkeit und Wohltat den Erwählten zu allen Zeiten von Anfang der Welt an mitgeteilt worden, und zwar in und durch jene Verheißungen, Vorbilder und Opfer, durch die Christus geoffenbart und ausgezeichnet wurde als der Nachkomme der Frau, der der Schlange den Kopf zertreten sollte, und als das Lamm, das von Grundlegung der Welt an geschlachtet ist, als der, der gestern, heute und in Ewigkeit derselbe istn.



nGal 4,4-5: "(4) Als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter das Gesetz, (5) damit er die unter dem Gesetz loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen."

1Mose 3,15: "Und ich werde Feindschaft zwischen dich und die Frau setzen, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihm die Ferse zerstören." [Die erste Verheißung auf Christus nach dem Sündenfall]

Offb 13,8: "Alle, die auf der Erde wohnen, werden ihn [den Antichristen] anbeten, alle, deren Namen nicht im Buch des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an niedergeschrieben sind."

Hebr 13,8: "Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit."

 

Artikel 8.7. Christi Mittleramt nach beiden Naturen

Christus wirkt in seinem Mittleramt nach beiden Naturen, indem er durch jede Natur das tut, was ihr selbst entsprichto. Aber aufgrund der Einheit der Person wird das, was einer Natur entspricht, in der Schrift manchmal der Person zugeschrieben, die nach der anderen Natur benannt wirdp.



oHebr 9,14: "Wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst Gott durch den ewigen Geist als fehlerloses Opfer dargebracht hat, euer Gewissen von toten Werken säubern, damit ihr dem lebendigen Gott dient!"

1Petr 3,18: "Denn Christus ist einmal für die Sünden gestorben, der Gerechte für die Ungerechten, um uns zu Gott zu führen, indem er zwar dem Fleisch nach getötet, dem Geist nach aber lebendig gemacht worden war."

pApg 20,28: "Habt acht auf euch und auf die ganze Herde, über die euch der Heilige Geist als Bischöfe eingesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er sich durch das Blut seines eigenen [Sohnes] erworben hat."

Joh 3,13: "Und keiner ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Menschensohn."

1Joh 3,16: "Hieran haben wir die Liebe [Gottes] erkannt, daß er sein Leben für uns hingegeben hat. So sind auch wir schuldig, unser Leben für die Geschwister hinzugeben."

 

Artikel 8.8. Christus und die Gläubigen

Allen denen, für die Christus die Erlösung vollbracht hat, eignet er die Erlösung gewiß und wirksam zu und teilt sie ihnen mitq, indem er für sie eintrittr und ihnen in und durch das Wort die Geheimnisse der Erlösung offenbarts, sie durch seinen Geist so wirksam überzeugt, daß sie glauben und gehorchen, durch sein Wort und seinen Geist ihre Herzen regiertt und alle ihre Feinde durch seine allmächtige Macht und Weisheit in solcher Art und Weise überwindet, wie es mit seinem wunderbaren und unerforschlichen Walten am besten im Einklang stehtu.



qJoh 6,37+39: "Jeder, den mir [= Jesus] der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. (39) Dies aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es am letzten Tag auferwecke."

Joh 10,15-16: "(15) ... wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. (16) Ich habe auch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind. Auch sie muß ich herzubringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde mit einem Hirten sein."

r1Joh 2,1-2: "(1) Meine Kinder, ich schreibe euch dieses [= 1Joh 1], damit ihr nicht sündigt. Wenn aber jemand sündigt, so haben wir einen Beistand beim Vater, [nämlich] Jesus Christus, den Gerechten. (2) Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht aber nur für die unsrigen, sondern auch für die der ganzen Welt."

Röm 8,34: "Wer ist der Verurteilende? Christus Jesus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt."

sJoh 15,13+15: "(13) Größere Liebe hat keiner als die [Liebe], wenn er sein Leben für seine Freunde hingibt. (15) Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiß nicht, was sein Herr tut. Ich habe euch jedoch Freunde genannt, weil ich euch alles, was ich von meinem Vater gehört habe, bekanntgemacht habe."

Eph 1,7-9: "(7) In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, (8) die er auf uns in aller Weisheit und Einsicht überströmen ließ. (9) Er hat uns ja das Geheimnis seines Willens bekanntgemacht nach seinem Wohlgefallen, das er sich in sich selbst vorgenommen hat."

Joh 17,6: [Jesus:] "Ich habe den Menschen deinen Namen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt."

tJoh 14,16: "[Jesus] ... ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben [= den Heiligen Geist], damit dieser bis in Ewigkeit bei euch ist."

Hebr 12,2: "... indem wir Jesus betrachten, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der wegen der vor ihm liegenden Freude die Schande für nichts erachtete und das Kreuz erduldete und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat."

2Kor 4,13: "Da wir aber denselben Geist des Glaubens haben, und zwar aufgrund dessen, was geschrieben steht: 'Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet', so glauben wir ebenfalls und reden deswegen ebenfalls."

Röm 8,9+14: "(9) Ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, so gewiß Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. (14) Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Kinder Gottes."

Röm 15,18-19: "(18) Denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat zum Gehorsam der Nationen durch Wort und Werk, (19) in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes Gottes, so daß ich von Jerusalem und im Umkreis bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe."

Joh 17,17: "Heilige sie durch die Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit."

uPs 110,1: "Von David. Ein Psalm. Spruch des Herrn für meinen Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße gemacht habe!"

1Kor 15,25-26: "(25) Denn er muß herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße niedergelegt hat. (26) Als letzter Feind wird der Tod hinweggetan."

Mal 3,20-21: "Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber. Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Staub unter euren Füßen werden an dem Tage, den ich machen will, spricht der Herr Zebaoth." (Luther)

Kol 2,15: "Er [= Jesus] hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten."